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ENTEGA AG

Die Errichtung einer energieeffizienten und energieflexiblen Fabrik und die Validierung an einem realen Großdemonstrator wie in der PHI-Factory sind in dieser Form einzigartig.

Der ENTEGA-Konzern ist einer der führenden Energie- und Infrastrukturdienstleister Deutschlands und einer der größten Anbieter von Ökostrom und klimaneutralem Erdgas. Das Unternehmen, mit seinen rund 2.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, befindet sich mehrheitlich im Besitz der Wissenschaftsstadt Darmstadt. Zu den Aufgaben von ENTEGA und seinen Tochtergesellschaften gehören die umweltschonende Energieerzeugung, die Versorgung mit Energie und Trinkwasser,  der Energiehandel, der Betrieb von Energie-, Trinkwasser- und Telekommunikationsnetzen, die Müllverbrennung und Abwasserreinigung sowie spezialisierte Mess- und Abrechnungsdienstleistungen. Darüber hinaus entwickelt das Unternehmen neue Energiedienstleistungen und nutzt dabei intelligent die Möglichkeiten der Digitalisierung.

Die ENTEGA verfolgt als Wegbereiter der Energiewende eine konsequente Nachhaltigkeitsstrategie, für die sie 2013 mit dem renommierten Deutschen Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet wurde. Das Unternehmen hat sich das Ziel gesetzt, bezahlbare, klimafreundliche Energien für alle zur Verfügung zu stellen. Dafür investiert ENTEGA konsequent in den Ausbau der erneuerbaren Energien und in die Energiewende – bisher rund 850 Millionen Euro. Ziel ist es, den Bedarf der eigenen Ökostromprivatkunden in Höhe von einer Milliarde Kilowattstunden mit Ökostrom aus eigenen Anlagen abzudecken.

Die Mechanismen zur Umsetzung der Energiewende setzen auch auf die Flexibilisierung von Lasten industrieller Verbraucher. Einerseits zur Sicherstellung der technischen Netzstabilität aber auch zum wirtschaftlichen Ausgleich von Angebot und Nachfrage aus Erzeugung und Abnahme. Das jüngst vorgelegte Weißbuch zum Strommarktdesign 2.0 setzt noch viel deutlicher als bisher auf „Flexibilität“ als Steuerungsinstrument.  Die in der PHI Factory zur Verfügung stehenden Lasten müssen über einen Marktpartner gehandelt werde. Im Forschungsprojekt wird die ENTEGA AG untersuchen, wie die PHI-Factory als aggregierte Last gegen die Vorgaben der für die Zulassung (Präqualifizierung) zuständigen Übertragungsnetzbetreiber dargestellt werden muss,  um unter Wahrung der netztechnischen Vorgaben wirtschaftlich sinnvoll und auch zu produktionstechnisch lukrativen Bedingungen vermarktet werden kann.

Die ENTEGA AG erstellt dazu die Geschäftsmodelle sowohl für den industriellen Endkunden als auch für einen Regelenergievermarkter. Die Ergebnisse des Forschungsprojektes können genutzt werden, um den heute unzugänglichen Regelenergiemarkt für kleinere Anlagen im Verbund in kleineren bis größeren mittelständischen Produktionsbetrieben  so zu öffnen, dass das einzelne Unternehmen am Flexibilitätsmarkt teilnehmen kann. Hier werden auch Möglichkeiten der Vermarktung in regionalen Marktmodellen wie z.B. Regioflex o.Ä. betrachtet. Die voranschreitenden Entwicklungen der „Industrie 4.0“ eröffnen zudem Chancen und Risiken für sich selbst optimierende Maschinen unter dem Aspekt der sicheren und wirtschaftlichen Energieversorgung  einer intelligenten Fabrik. Die Forschungsergebnisse können hier einen Ausblick auf die Bewertung dieser Vorhaben liefern. Ein weiterer Aspekt des Projektes für ENTEGA als  Lieferant und Händler ist die Untersuchung der direkten Ausregelung kurzfristiger Prognoseabweichungen zwischen Kunden (Abnehmer) und Erzeugern (z.B. EEG Anlagen) in individuellen Flexibilitätsverträgen als Alternative zur Abwicklung über die heute üblichen Märkte (Intraday, Spot, usw).